Sonntag, 11. Dezember 2011

Die ersten Schritte

Zuerst einmal: Herzlich Willkommen auf diesem wunderschönen Blog. Dieser Blog ist jedoch viel mehr als nur ein optisches Schmankerl. In der kommenden Zeit werden hier digitale Kommunikationsstrukturen im Bereich des Projektmanagement genauer unter die Lupe genommen - vor allem auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien und Befunde.

Vorher sollte jedoch die Frage geklärt werden, was digitale Kommunikation überhaupt ist. "Klar, kenn ich", wird Ihnen wohl jeder Zweite antworten, "das ist doch was mit Internet." Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Oder etwa doch? Ich möchte mir an diese Stelle die Feder des IT-Spezialisten Dr. Rüdiger Grimm leihen, der da schrieb: "Digitale Kommunikation bedeutet zunächst Kommunikation mit Hilfe digitaler Medien. Unter den digitalen Medien steht das Internet an erster Stelle mit seinem vielfältigen Angebot an Publikation und Wechselrede. Dass die Kommunikation selbst digital genannt wird, ist aber keine sprachliche Nachlässigkeit, sondern bringt zum Ausdruck, dass die Kommunikation über digitale Medien eine andere wird. Das Besondere an dieser neuen Kommunikationsform besteht darin, dass das digitale Medium Internet die Menschen gleichzeitig voneinander trennt als auch einander nahe bringt. Die Nähe wird durch den raum- und zeitübergreifenden Zugang zum Netz hergestellt, die Trennung entsteht durch den Verlust der sinnlichen Wahrnehmung der physischen Präsenz (...)." (Grimm, S. 1)

Was für uns eine Selbstverständlichkeit geworden ist, ist jedoch in Wirklichkeit alles andere als selbstverständlich. Während wir beinahe völlig kostenfrei mit Freunden auf der anderen Seite der Welt "skypen", twittern wir unser Mittagessen quer durchs Land und erhalten von Facebook die Meldung, dass ein Freund uns angestupst hat - gleichzeitig signalisiert das Handy, dass gerade eine neue E-Mail eingetrudelt ist. Wie bitte? Wer ist Facebook und warum stupst er mich an? Was soll das überhaupt? Immerhin gut, dass ich nicht sofort darauf reagieren muss. Es stupst ja nicht wirklich.
Und genau hier verändert sich die Wahrnehmung vom realen zum virtuellen Raum. Es ist 'nicht wirklich'. Wenn wir davon ausgehen, dass eine veränderte Wahrnehmung auch eine sich verändernde Agitation des handelnden Menschen nach sich zieht - was verändert sich dann, wenn digitale Kommunikation im großen Stil zur Planung und zum Management eines Projektes genutzt wird?

Wir (also Alexandra und ich) befinden uns derzeit in ebendieser Situation. Zusammen mit unserer insgesamt fünfköpfigen Arbeitsgruppe organisieren wir den Messestand der TU Ilmenau auf der "Kinder-Kult-Messe 2012" in Erfurt. Und wie es sich für Menschen unserer Altersgruppe gehört, nutzen wir digitale Kommunikationsplattformen schon beinahe inflationär. Ein guter Grund, darüber Blog zu führen, unsere Erfahrungen festzuhalten und sie hier zu veröffentlichen.

Viel Spaß beim Lesen!

Julian


Quellen:
Grimm, R. (2005). Digitale Kommunikation. Oldenbourg

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