Montag, 12. Dezember 2011

Zentrale Begriffe: Digitale Kommunikation und Eventmanagement

Im letzten Post hat Julian eine sehr wichtige Frage aufgegriffen. Denn bevor wir uns mit unserem Thema beschäftigen, sollten wir zuallererst die zentralen Begriffe klären. Ohne genau zu wissen, was denn digitale Kommunikation und Eventmanagement überhaupt sind, würden wir uns hier auf diesem Blog wohl nur im Kreis drehen. Dabei sollen hier interessante Ideen und Erkenntnisse für euch bereitgestellt werden.

Auch unser Kommilitone Denny, mit dem wir dieses Projekt hier durchführen, hat sich auf seinem Blog ebendiese Frage gestellt und ist bei Rüdiger Grimm fündig geworden. Der beschreibt in seinem Buch "Digitale Kommunikation" (2005) diese vor allem als solche Kommunikation, die "mit Hilfe digitaler Medien [...]", und in erster Linie des Internets, stattfindet. Das Besondere und Neue, so Grimm, ist bei digitaler Kommunikation die räumliche und/oder zeitliche Trennung, gleichzeitig aber auch die Nähe der kommunizierenden Personen. Was früher undenkbar schien oder höchstens durch Rauchzeichen möglich war, schaffen heute Facebook & Co. mit einer für uns selbstverständlichen Einfachheit.
Da wir uns bei diesem Projekt auf unsere Gruppenarbeit im Projektmanagement stützen möchten, es also im Wesentlichen um Kommunikation zwischen Personen geht, möchten wir im Folgenden digitale Kommunikation mit Computervermittelter Kommunikation (CvK) gleichsetzen. Kommunikation also, die es Menschen ermöglicht, mit Hilfe von Computern, miteinander zu kommunizieren. Oder genauer:  "Unter CvK soll [...] jene Kommunikation zusammengefaßt werden, bei der auf Seiten des Senders und des Empfängers einer Botschaft ein Computer zur En- und Dekodierung zum Einsatz kommt. Die Palette der Ausprägungen reicht dabei von textbasierter Massenkommunikation ohne direkte Adressaten [...] bis hin zu Videokonferenzen zwischen einzelnen Personen oder ganzen Gruppen.“ (Boos, Jonas & Sassenberg, 2000: 2).   

Nachdem der Begriff "Digitale Kommunikation" nun definiert wurde, soll auch der zweite zetrale Terminus, der uns hier auf diesem Blog begleiten wird, näher betrachtet werden. Dahingehend müssen die beiden Begriffe Event und (Projekt-)Management zuerst voneinander getrennt betrachtet werden.

Laut Gabler Wirtschaftslexikon und Autor Prof. Dr. Hans Rück handelt es sich bei einem Event um eine Veranstaltung jeglicher Art, also ein "organisiertes, zweckbestimmtes, zeitlich begrenztes Ereignis, an dem eine Gruppe von Menschen vor Ort oder medial teilnimmt." (Gabler Wirtschaftslexikon: Event). Weiterhin weisen Events folgende Kriterien auf: Multisensualität, Inszenierung sowie Interaktivität, und lassen sich in kommerzielle und nicht kommerzielle Events unterscheiden.
Unser Projekt, der Messeauftritt der TU Ilmenau auf der Kinder-Kult 2012, weist alle oben genannten Merkmale auf und fällt unter kommerzielle Events. Dabei bewegt es sich mit seinem Programm zwischen einem Event als Produkt (z.B. Messen) und einem Event als Wissensvermittlungsinstrument (z.B. Workshops) (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon: Event. Ausführliche Erklärung).
Unter Projektmanagement versteht man laut der DIN-Norm 69901-5:2009-01 hingegen die "Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mitteln für die Initiierung, Definition, Planung, Steuerung und den Abschluss von Projekten" (Streich, Marquardt & Sanden, 1996).
Als Eventmanagement kann also als die Planung, Organisation, Führung und Kontrolle (vgl. Steinmann & Schreyögg, 2005: 8) von Veranstaltungen zusammengefasst werden.


Quellen:
Boos, M., Jonas, K. J. & Sassenberg, K. (2000). Computervermittelte Kommunikation in Organisationen. Göttingen: Hogrefe Verlag. 
Grimm, R. (2005). Digitale Kommunikation. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.
Rück, H. (2011). Event. Abgerufen am 12.12.2011 von http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/event.html.
Steinmann, H. & Schreyögg, G. (2005). Management. Grundlagen der Unternehmensführung. Wiesbaden: Gabler Verlag.
Streich, R.K., Marquardt, M. & Sanden, H. (1996). Projektmanagement. Prozesse und Praxisfelder. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag.

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